Mini-Senkung bei Ökostromsubvention

Die Ökostrom-Umlage sinkt im kommenden Jahr erstmals. 2015 verringert sich der Satz um 0,07 Cent.

Die Ökostrom-Umlage fällt erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 2000. Statt 6,24 soll sie 2015 6,17 Cent je Kilowattstunde betragen. Das gaben die vier großen Stromnetzbetreiber bekannt.

Zu viel auf dem Konto

Ein Grund für das Sinken sei, dass sie für 2014 zu hoch angesetzt worden war. Durch den Überschuss des EEG-Kontos seien laut der Stromnetzbetreiber zusätzlich auch die Zinseinnahmen gestiegen. Das Plus werde im kommenden Jahr verrechnet.

Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), dazu: So gut diese Entwicklung auf den ersten Blick, vor allem für den Verbraucher anmutet: Sie ist ein Einmaleffekt, der auf den hohen 2014er-Überschuss des EEG-Kontos zurückzuführen ist. Kurzfristig werde die EEG-Reform allerdings keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe der EEG-Umlage und damit auf die Strompreise haben.

Sinken der Kosten

Eine Hochrechnung zeigt, dass das Sinken der Umlage für einzelne Haushalte nur eine marginale Entlastung bedeutet. Bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden – was dem durchschnittlichen Verbrauch eines zwei-Personen-Haushalts entspricht – macht das Sinken der EEG-Umlage knapp 2,5 Euro im Jahr aus. Im Moment betragen die Umlagekosten bei dieser Verbrauchshöhe knapp 220 Euro.

Und so funktioniert das Umlagesystem: Betreiber von Solaranlagen, Windrädern, Wasserkraft- und Biogasanlagen erhalten für 20 Jahre eine feste Vergütung. Über die Umlage wird die Differenz zwischen dem am Markt erzielten Preis und dem Vergütungssatz verrechnet.