Jeans aus Müll

Textilfirmen setzen vermehrt auf Recycling. Der Grund: die Herstellung von Baumwolle verschlingt viel Wasser und ist wenig umweltschonend.

Kaum ein Kleidungsstück ist so beliebt wie die Jeans. Doch die Produktion des Allrounders ist nicht besonders umweltschonend. Das liegt vor allem an der verarbeiteten Baumwolle, die in der Herstellung sehr viel Wasser verbraucht. Die bekannte Jeansmarke Levi Strauss & Co. produziert nun eine neue Jeans-Kollektion für Männer, die nachhaltiger sein soll. Anstatt der Baumwolle verwenden sie weggeworfene Materialien – dieser Müll kann durchaus auch alte Fischernetze enthalten.

Aus Teppich wird Jeans

Die Verwertung der alten Materialien wird durch ein Regenerationssystem des Kunstfaseranbieters Aquafil ermöglicht. Es recycelt das Nylon in alten Teppichen, Textilien oder Fischernetzen und macht es zu Garn. Ein weltweites Sammel-Netzwerk stellt sicher, dass genügend Abfälle für die Produktion der neuen Stoffe vorhanden sind. Die Materialien stammen aus Deponien und Meeren aus verschiedenen Ländern wie beispielsweise den USA, Ägypten, Pakistan, Thailand oder Norwegen.

Altkleider gegen Rabatte

Auch andere Textilhersteller bemühen sich um eine grünere Produktion. Die schwedische Kette H&M sammelt sei 2013 Altkleider in ihren Filialen und vergibt dafür Rabatte an die Kunden. Die gesammelte Kleidung landet in Second-Hand-Läden oder wird recycelt. Das Unternehmen möchte einen geschlossenen Kreislauf für Textilien kreieren, um langfristig die Abfälle und den Bedarf an neuen Ressourcen zu minimieren.