Wir heizen Ihnen ein!

Wärme in den vier Wänden, in denen man wohnt oder arbeitet, ist
essenziell. Schließlich steigen bei uns in bis zu vier Monate im Jahr die Temperaturen selten in einen zweistelligen Bereich.

Auch die Anlage im Ratskeller
betreuen die Mitarbeiter der
Abteilung Wärmeservice.

Wärme wird überall gebraucht. In Wohnungen, Büros, Schulen und Kindergärten. Da ist es praktisch, wenn man jemanden hat, der Wärme liefert, ohne dass man selbst Bestelltermine beachten oder nach einem Installateur telefonieren muss, wenn es ein Problem gibt.

Produziert wird die Wärme meist aus Erdgas, einem sauberen, umweltfreundlichen und problemlosen Energieträger. Pannen an Erdgasheizungsanlagen sind äußerst selten. Die Gasleitungen liegen in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Möllenbeck, Krankenhagen, Exten und Uchtdorf und auf der anderen Weserseite in Steinbergen, Engern und Todenmann.Da die Stadtwerke Erdgas an viele Kunden verkaufen, liegt es auf der Hand, auch das Endprodukt zu liefern: Wärme.

Genau dies ist die Aufgabe der Abteilung Wärmeservice. Axel Reineking und Julia Schumacher betreuen nicht weniger als
130 Heizungsanlagen und Blockheizkraftwerke (BHKW) in Rinteln, Bad Nenndorf, Obernkirchen, Hess, Oldendorf und Auetal.

Betreuung rund um die Uhr

Wärmeservice ist, was der Name verspricht: Eine 24-Stunden-Rundum-Betreuung. Reineking und Schumacher kümmern sich nicht nur um den reibungslosen Betrieb der vorhandenen Anlagen und setzen bei Bedarf einen Techniker in Marsch, sondern sind auch Ansprechpartner für die Auftragsvergabe und die Montage bis hin zur Abnahme, wenn die alte durch eine neue Anlage ersetzt werden muss. Die Stadtwerke betreiben hier auch ein Stück Wirtschaftsförderung, denn die Installation der Neuanlagen übernehmen heimische Betriebe. So ist beispielsweise Ende letzten Jahres eine neue Heizungs- und Wärmeverteileranlage im Ratskeller am Markt eingebaut worden.

Wärme und Strom

Die reinen Heizungsanlagen werden zunehmend durch moderne, leistungsfähige Blockheizkraftwerke ersetzt. Sie produzieren neben der Wärme auch Strom, der ins Netz eingespeist wird. Zurzeit laufen
21 BHKW unter der Regie des Wärmeservice. Reineking hat sie auf
seinen seinem Computer im Blick.
In die Zuständigkeit von Reineking und Schumacher gehören die meisten öffentlichen Gebäude der Stadt, also das Rathaus, Schulen, die dazugehörigen Turnhallen, Kindergärten, das Haus für betreutes Wohnen „Alte Feuerwehr“, in dem auch die Sozialstation ihre Büros hat. Zwei BHKW arbeiten in der Lebenshilfe, eines versorgt das Hallenbad in Steinbergen.

Dass das Management für die öffentlichen Gebäude ohnehin im Haus ist – die Gemeinnützige Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft (GVS), die sich auch um Unterhaltung wie Sanierung der Liegenschaften kümmert – erleichtert die Arbeit der Abteilung.
Neben öffentlichen Gebäuden sind die Eigentümer von Mietshäusern der zweite große Kundenkreis des Wärmeservice. Die Vorteile für den Vermieter: Er muss sich weder um die Beschaffung von Brennstoff noch um die Wartung der Anlage kümmern, abgerechnet wird in
Kilowattstunden.

Wo wie viel Wärme gebraucht wird, lässt sich im Energiebericht der Stadtwerke nachlesen. Nur eine Zahl: Die größten beheizten Flächen sind die Grundschulen mit insgesamt nicht weniger als
20.669 Quadratmeter. Das entspricht in etwa der Fläche von drei Fußballfeldern.