Pflege im Umkreis

Der Umzug in ein Heim ist niemals eine einfache Entscheidung. Doch ein Besuch in den Pflege- und Seniorenheimen zeigt neue Perspektiven.

In beiden Heimen gilt freie Arztwahl
und in den Häusern arbeiten neben
dem Pflegepersonal auch Therapeuten
sowie weitere Fachkräfte.
Die Heime entsprechen modernen
Standards und sind technisch wie
personell auch auf die Pflegestufe
drei, also eine Intensivpflege und für
Demenzerkrankungen, eingerichtet.
Jedes Haus hat selbstverständlich
sein individuelles Image, seine
eigene Tradition. Doch das zu
schildern, würde den Rahmen eines
solchen Überblicks sprengen.
Jeder, der vor der Entscheidung
steht, in ein Heim gehen zu wollen
oder zu müssen, auch Angehörige,
die eine solche Entscheidung treffen,
können sich in beiden Heimen
erst einmal umschauen und informieren.
Beide Heime sind mit einer
eigenen Homepage im Internet vertreten.

MediCare Seniorenresidenz Rehren
Schäferhof

Steinhauser IT & Web - Arthur Steinhauser

Träger: Die MediCare-Unternehmensgruppe
wurde im Jahre 2000
gegründet und betreibt heute elf
Seniorenresidenzen in Nordrhein-
Westfalen und Niedersachsen.
Durch die Nähe der einzelnen Seniorenresidenzen
zueinander gibt
es gemeinsame Fortbildungen für
die Mitarbeiter und einen regelmäßigen
Erfahrungsaustausch des
Leitungspersonals. Damit werden
Neuerungen in den Pflegestandards
schnell und zeitgleich in allen Häusern
umgesetzt.

Bettenzahl: Das Haus bietet Platz
für 114 Bewohner, verteilt auf 100
Einzelzimmer und sieben Doppelzimmer.

Mitarbeiter: Residenzleiterin ist Ina
Arnold, Pflegedienstleiterin Tanja
Schreiber, die Residenz hat 83 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, einschließlich
technisches Personal und
Küche.

Wohnen: Helle und freundliche
Zimmer, geschmackvoll und hochwertig
eingerichtet. Jedes Zimmer
ist ausgestattet mit elektrischem
Pflegebett, Rundfunk- und Kabel-
TV-Anschluss, Telefon, Schwesternrufanlage.
Die Zimmergrößen variieren.
Selbstverständlich können
Senioren auch persönliche Erinnerungsstücke
mitbringen.

Pflege: Erfolgt mit modernster
Technik bei den Pflegehilfsmitteln
sowie examiniertem Pflegepersonal.
Angeboten werden vollstationäre
Pflege in allen Pflegestufen,
Kurzzeitpflege, palliative Pflege und
Pflege bei Demenz. Ein Gebäudeteil
der Seniorenresidenz ist speziell
auf Demenzerkrankte ausgerichtet
und verfügt über einen geschützten
Garten. Für die Kurzzeitpflege gibt
es 20 voll ausgestattete, behindertengerechte
Einzelzimmer. Ein Aufenthalt
in der Kurzzeitpflege kann
für längere Zeit im Vorfeld geplant
werden oder ist eine gute Möglichkeit
für eine Übergangslösung nach
einem Krankenhausaufenthalt.

Alltag: Zum Marktplatz im Ortszentrum
sind es nur wenige Schritte.
Hier findet man die Möglichkeit, die
alltäglichen Dinge des Lebens einzukaufen.

Philosophie: Das Motto des Hauses
heißt: „Wo das Herz wohnt, sind wir
zu Hause.“ Das bedeutet eine individuelle
Förderung der Bewohner
durch therapeutisches und pflegerisches
Fachwissen. Bei der täglichen
Arbeit stehen die Bedürfnisse
der Bewohner im Mittelpunkt, damit
sie sich verstanden und wertgeschätzt
fühlen. Dazu gehören auch
ein umfangreiches Beschäftigungsangebot
und der Kontakt zu anderen
Institutionen in der Gemeinde.
So arbeiten der Kindergarten Rolfshagen
und die Seniorenresidenz
seit Jahren zusammen. Alle zwei
Wochen, immer donnerstags, besuchen
Kindergartenkinder die älteren
Menschen, um gemeinsam
zu spielen, zu basteln oder Gymnastik
zu machen. Dann sind auch Ergotherapeutin
Stephanie Kaatz und
Praktikantinnen dabei. Auch „Clown
Motte“ (Sabine Kemmann) ist regelmäßig
zu Gast. Es gibt Spielenachmittage,
für die sich besonders der
ehemalige Auetaler Bürgermeister
Hermann Schwiezer engagiert hat.

Besondere Angebote: Es gibt eine
hauseigene Cafeteria und einen Friseursalon,
einen „Fußerfahrungsweg“
im Garten, eine Außenterrasse
und eine Dachterrasse. Die Bewohner
haben freie Arztwahl und können
den Therapeuten ihres Vertrauens
wählen. Wer nicht sicher ist,
kann auch erst einmal Probewohnen
und sich so einen persönlichen Eindruck
von der Residenz verschaffen.

Geschichte des Hauses: Die Seniorenresidenz
ist 2006 erbaut worden.

Pflegesätze: Zurzeit liegt der Eigenanteil
je nach Pflege- oder Krankenkasse
und je nach Pflegestufe einschließlich
Unterkunft, Verpflegung
und allgemeinen Pflegeleistungen
monatlich zwischen rund 1125 und
1307 Euro. Über Details, die je
nach Fall variieren, informiert gerne
Heimleiterin Ina Arnold. Weitere
Informationen findet man auf der
Homepage der Seniorenresidenz.

Azurit-Seniorenzentrum
Berghof, Friedrichshöhe, Heringerloh
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Außenansicht des Azurit-Seniorenzentrums Berghof.

Träger: Zur Azurit-Gruppe gehören
mehr als 49 Senioren- und Pflegezentren
bundesweit. Unter anderem
die Hansa-Gruppe mit weiteren
17 Häusern. Die ursprüngliche Azurit
Rohr GmbH mit Sitz in Eisenberg
in der Pfalz ist 1997 gegründet worden
und hat sich zu einer Unternehmensgruppe
mit zahlreichen Gesellschaften
entwickelt. Den Namen
„Azurit“ haben die Firmengründer
Daniela Walt, Dieter Schöneich und
Steffen Krakhardt gewählt, weil das
Mineral Azurit natürliches Sinnbild
für das Alter ist: So, wie der Stein
geformt ist durch die Zeit, so ist der
Mensch geprägt durch das Alter.
Bettenzahl: 78 Pflegeplätze in Einzel-
und Doppelzimmern.

Mitarbeiter: 70 Mitarbeiter, einschließlich
Pflegepersonal, technischem
Personal und Küche.
Heimleiterin ist Claudia Jürgens,
Stellvertretung und Pflegedienstleitung
Florian Poignée.

Wohnen: Die Zimmer in hellen
freundlichen Farben sind mit zeitgemäßen
Möbeln ausgestattet, genügen
allen Komfort- und Sicherheitsansprüchen,
sind barrierefrei und
verfügen neben Bad/WC über Telefon-,
TV- und Rundfunkanschluss.
Es können auch eigene Möbel integriert
werden.

Pflege: Stationäre Pflege, auch
Kurzzeitpflege und Pflege bei Demenz.
Das Projekt Urlaubspflege
bietet Pflegenden die Möglichkeit,
an einem von 28 touristisch attraktiven Azurit-Standorten Urlaub
zu machen – und der pflegebedürftige
Angehörige wird in dieser
Zeit entweder direkt in einem
Azurit-Zentrum am Urlaubsort betreut
oder aber im Azurit-Seniorenzentrum
Berghof in Friedrichshöhe.
Insgesamt 28 attraktive Standorte
sind im Faltblatt „Urlaubspflege in
Azurit-Senioren- und Pflegezentren“
aufgelistet, das im Berghof
erhältlich ist. Darunter findet sich
ein Wanderurlaub in Niederbayern
ebenso wie ein Wellnesswochenende
im Bäderdreieck bei Passau
oder ein Ferienaufenthalt am Meer
in Hooksiel – zum Schnuppern frischer
Nordseeluft.

Alltag: Die familiäre Atmosphäre
im Haus trägt maßgeblich dazu bei,
dass sich die Bewohner zu Hause
fühlen. Hell und freundlich gestaltete
Gemeinschaftsbereiche laden
zum Beisammensein ein und bieten
Raum für Veranstaltungen und
Feste. Beliebte Treffpunkte sind
die beiden schönen Wintergärten,
und es gibt eine Gartenanlage mit
einem kleinen Teich. Das Beschäftigungsprogramm
bietet unter anderem
Gymnastik, Gedächtnistraining,
Sing- und Bastelkreise sowie Filmund
Spieleabende, Ausflüge in die
Umgebung, den Besuch kultureller
Veranstaltungen und jahreszeitliche
Feste. Küchenchef Dirk Quante und
sein Team kochen frisch, was nicht
in allen Seniorenheimen üblich ist,
die Küche hat eine Bio-Zertifizierung.
Philosophie: Das Seniorenheim
pflegt gute Kontakte auch zu anderen
Institutionen. Wie beispielsweise
Schulen und Kindergärten. Schüler
des zweiten Ausbildungsjahres
der Berufsfachschule Altenpflege
an den Berufsbildenden Schulen in
Rinteln erhielten schon Besuch von
Heimleiterin Claudia Jürgens und
Pflegedienstleiter Florian Poignée,
die Schüler in einem Alterssimulationsanzug
erleben ließen, wie es
sich anfühlt, alt zu sein. Etwas Besonderes
ist auch das „Tim-Topf-Projekt“ acht Mal im Jahr. Dann
kochen die Kinder des Kindergartens
Krankenhagen gemeinsam mit
Heimbewohnern. Am Schluss gibt
es für die Kinder eine Urkunde,
einen „Ernährungsführerschein“.
Gottesdienste beider Konfessionen
finden in wöchentlichem Wechsel
statt.

Bewohner des Azurit-Seniorenzentrums Berghof bei einem Erholungsaufenthalt
in Hooksiel.

Besondere Angebote: Physiotherapie,
Friseur, Fußpflege. Das
Azurit-Seniorenzentrum in Friedrichshöhe
ist eines der wenigen
Seniorenheime, das es seinen Bewohnern
ermöglicht, ihre Haustiere
ohne Zusatzkosten zu behalten. Das
Angebot gilt auch für Hunde. „Wir
haben ein Konzept entwickelt, dass
die gute Pflege der Tiere garantiert“,
sagt Heimleiterin Claudia Jürgens.
„Ich bin sicher, dass die Freundschaft
zu einem Hund oft besser
wirkt als jedes Medikament.“ Allerdings:
Bis jetzt kam es noch nie
dazu, dass ein neuer Bewohner
wirklich seinen Hund mitgebracht
hätte. Die ehemaligen Hundebesitzer
hatten sich schon vor dem Umzug
ins Heim von ihrem Tier verabschiedet.

Geschichte des Hauses: Ursprünglich
gab es am Heringerloh
ein Privathaus mit acht Plätzen für
Senioren. Das Haus wurde im Laufe
der Zeit erweitert und wechselte
mehrmals den Besitzer. 2003
hat die Azurit-Gruppe das Gelände
übernommen und neu gebaut.

Pflegesätze: Der Höchstsatz beim
Eigenanteil der Pflegesätze liegt
zurzeit monatlich bei 1699 Euro,
einschließlich Unterkunft, Verpflegung
und allgemeinen Pflegeleistungen.
Die Pflegesätze können
sich je nach neuen gesetzlichen
Vorgaben ändern. Über Details, die
je nach Fall variieren, informiert
gerne Heimleiterin Claudia Jürgens.
Weitere Informationen findet man
auf der Homepage des Seniorenheimes.

Die Heime im Internet

Sie wollen sich selbst ein Bild
von den vorgestellten Senioren und
Pflegeheimen machen?
Unter den folgenden Links
finden Sie weitere
Informationen:

www.medicare-gourmet.de/schaeferhof-seniorenresidenzauetal.htm

www.azurit-gruppe.de/einrichtungen/berghof.html