Pflege im Umkreis

Der Umzug in ein Heim ist niemals eine einfache Entscheidung. Doch ein Besuch in den Pflege- und Seniorenheimen zeigt neue Perspektiven.

In beiden Heimen gilt freie Arztwahlund in den Häusern arbeiten nebendem Pflegepersonal auch Therapeutensowie weitere Fachkräfte.Die Heime entsprechen modernenStandards und sind technisch wiepersonell auch auf die Pflegestufedrei, also eine Intensivpflege und fürDemenzerkrankungen, eingerichtet.Jedes Haus hat selbstverständlichsein individuelles Image, seineeigene Tradition. Doch das zuschildern, würde den Rahmen einessolchen Überblicks sprengen.Jeder, der vor der Entscheidungsteht, in ein Heim gehen zu wollenoder zu müssen, auch Angehörige,die eine solche Entscheidung treffen,können sich in beiden Heimenerst einmal umschauen und informieren.Beide Heime sind mit einereigenen Homepage im Internet vertreten.

MediCare Seniorenresidenz RehrenSchäferhof

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Träger: Die MediCare-Unternehmensgruppewurde im Jahre 2000gegründet und betreibt heute elfSeniorenresidenzen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.Durch die Nähe der einzelnen Seniorenresidenzenzueinander gibtes gemeinsame Fortbildungen fürdie Mitarbeiter und einen regelmäßigenErfahrungsaustausch desLeitungspersonals. Damit werdenNeuerungen in den Pflegestandardsschnell und zeitgleich in allen Häusernumgesetzt.

Bettenzahl: Das Haus bietet Platzfür 114 Bewohner, verteilt auf 100Einzelzimmer und sieben Doppelzimmer.

Mitarbeiter: Residenzleiterin ist InaArnold, Pflegedienstleiterin TanjaSchreiber, die Residenz hat 83 Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter, einschließlichtechnisches Personal undKüche.

Wohnen: Helle und freundlicheZimmer, geschmackvoll und hochwertigeingerichtet. Jedes Zimmerist ausgestattet mit elektrischemPflegebett, Rundfunk- und Kabel-TV-Anschluss, Telefon, Schwesternrufanlage.Die Zimmergrößen variieren.Selbstverständlich könnenSenioren auch persönliche Erinnerungsstückemitbringen.

Pflege: Erfolgt mit modernsterTechnik bei den Pflegehilfsmittelnsowie examiniertem Pflegepersonal.Angeboten werden vollstationärePflege in allen Pflegestufen,Kurzzeitpflege, palliative Pflege undPflege bei Demenz. Ein Gebäudeteilder Seniorenresidenz ist speziellauf Demenzerkrankte ausgerichtetund verfügt über einen geschütztenGarten. Für die Kurzzeitpflege gibtes 20 voll ausgestattete, behindertengerechteEinzelzimmer. Ein Aufenthaltin der Kurzzeitpflege kannfür längere Zeit im Vorfeld geplantwerden oder ist eine gute Möglichkeitfür eine Übergangslösung nacheinem Krankenhausaufenthalt.

Alltag: Zum Marktplatz im Ortszentrumsind es nur wenige Schritte.Hier findet man die Möglichkeit, diealltäglichen Dinge des Lebens einzukaufen.

Philosophie: Das Motto des Hausesheißt: „Wo das Herz wohnt, sind wirzu Hause.“ Das bedeutet eine individuelleFörderung der Bewohnerdurch therapeutisches und pflegerischesFachwissen. Bei der täglichenArbeit stehen die Bedürfnisseder Bewohner im Mittelpunkt, damitsie sich verstanden und wertgeschätztfühlen. Dazu gehören auchein umfangreiches Beschäftigungsangebotund der Kontakt zu anderenInstitutionen in der Gemeinde.So arbeiten der Kindergarten Rolfshagenund die Seniorenresidenzseit Jahren zusammen. Alle zweiWochen, immer donnerstags, besuchenKindergartenkinder die älterenMenschen, um gemeinsamzu spielen, zu basteln oder Gymnastikzu machen. Dann sind auch ErgotherapeutinStephanie Kaatz undPraktikantinnen dabei. Auch „ClownMotte“ (Sabine Kemmann) ist regelmäßigzu Gast. Es gibt Spielenachmittage,für die sich besonders derehemalige Auetaler BürgermeisterHermann Schwiezer engagiert hat.

Besondere Angebote: Es gibt einehauseigene Cafeteria und einen Friseursalon,einen „Fußerfahrungsweg“im Garten, eine Außenterrasseund eine Dachterrasse. Die Bewohnerhaben freie Arztwahl und könnenden Therapeuten ihres Vertrauenswählen. Wer nicht sicher ist,kann auch erst einmal Probewohnenund sich so einen persönlichen Eindruckvon der Residenz verschaffen.

Geschichte des Hauses: Die Seniorenresidenzist 2006 erbaut worden.

Pflegesätze: Zurzeit liegt der Eigenanteilje nach Pflege- oder Krankenkasseund je nach Pflegestufe einschließlichUnterkunft, Verpflegungund allgemeinen Pflegeleistungenmonatlich zwischen rund 1125 und1307 Euro. Über Details, die jenach Fall variieren, informiert gerneHeimleiterin Ina Arnold. WeitereInformationen findet man auf derHomepage der Seniorenresidenz.

Azurit-SeniorenzentrumBerghof, Friedrichshöhe, Heringerloh14

Außenansicht

Außenansicht des Azurit-Seniorenzentrums Berghof.

Träger: Zur Azurit-Gruppe gehörenmehr als 49 Senioren- und Pflegezentrenbundesweit. Unter anderemdie Hansa-Gruppe mit weiteren17 Häusern. Die ursprüngliche AzuritRohr GmbH mit Sitz in Eisenbergin der Pfalz ist 1997 gegründet wordenund hat sich zu einer Unternehmensgruppemit zahlreichen Gesellschaftenentwickelt. Den Namen„Azurit“ haben die FirmengründerDaniela Walt, Dieter Schöneich undSteffen Krakhardt gewählt, weil dasMineral Azurit natürliches Sinnbildfür das Alter ist: So, wie der Steingeformt ist durch die Zeit, so ist derMensch geprägt durch das Alter.Bettenzahl: 78 Pflegeplätze in Einzel-und Doppelzimmern.

Mitarbeiter: 70 Mitarbeiter, einschließlichPflegepersonal, technischemPersonal und Küche.Heimleiterin ist Claudia Jürgens,Stellvertretung und PflegedienstleitungFlorian Poignée.

Wohnen: Die Zimmer in hellenfreundlichen Farben sind mit zeitgemäßenMöbeln ausgestattet, genügenallen Komfort- und Sicherheitsansprüchen,sind barrierefrei undverfügen neben Bad/WC über Telefon-,TV- und Rundfunkanschluss.Es können auch eigene Möbel integriertwerden.

Pflege: Stationäre Pflege, auchKurzzeitpflege und Pflege bei Demenz.Das Projekt Urlaubspflegebietet Pflegenden die Möglichkeit,an einem von 28 touristisch attraktiven Azurit-Standorten Urlaubzu machen – und der pflegebedürftigeAngehörige wird in dieserZeit entweder direkt in einemAzurit-Zentrum am Urlaubsort betreutoder aber im Azurit-SeniorenzentrumBerghof in Friedrichshöhe.Insgesamt 28 attraktive Standortesind im Faltblatt „Urlaubspflege inAzurit-Senioren- und Pflegezentren“aufgelistet, das im Berghoferhältlich ist. Darunter findet sichein Wanderurlaub in Niederbayernebenso wie ein Wellnesswochenendeim Bäderdreieck bei Passauoder ein Ferienaufenthalt am Meerin Hooksiel – zum Schnuppern frischerNordseeluft.

Alltag: Die familiäre Atmosphäreim Haus trägt maßgeblich dazu bei,dass sich die Bewohner zu Hausefühlen. Hell und freundlich gestalteteGemeinschaftsbereiche ladenzum Beisammensein ein und bietenRaum für Veranstaltungen undFeste. Beliebte Treffpunkte sinddie beiden schönen Wintergärten,und es gibt eine Gartenanlage miteinem kleinen Teich. Das Beschäftigungsprogrammbietet unter anderemGymnastik, Gedächtnistraining,Sing- und Bastelkreise sowie FilmundSpieleabende, Ausflüge in dieUmgebung, den Besuch kulturellerVeranstaltungen und jahreszeitlicheFeste. Küchenchef Dirk Quante undsein Team kochen frisch, was nichtin allen Seniorenheimen üblich ist,die Küche hat eine Bio-Zertifizierung.Philosophie: Das Seniorenheimpflegt gute Kontakte auch zu anderenInstitutionen. Wie beispielsweiseSchulen und Kindergärten. Schülerdes zweiten Ausbildungsjahresder Berufsfachschule Altenpflegean den Berufsbildenden Schulen inRinteln erhielten schon Besuch vonHeimleiterin Claudia Jürgens undPflegedienstleiter Florian Poignée,die Schüler in einem Alterssimulationsanzugerleben ließen, wie essich anfühlt, alt zu sein. Etwas Besonderesist auch das „Tim-Topf-Projekt“ acht Mal im Jahr. Dannkochen die Kinder des KindergartensKrankenhagen gemeinsam mitHeimbewohnern. Am Schluss gibtes für die Kinder eine Urkunde,einen „Ernährungsführerschein“.Gottesdienste beider Konfessionenfinden in wöchentlichem Wechselstatt.

Bewohner

Bewohner des Azurit-Seniorenzentrums Berghof bei einem Erholungsaufenthaltin Hooksiel.

Besondere Angebote: Physiotherapie,Friseur, Fußpflege. DasAzurit-Seniorenzentrum in Friedrichshöheist eines der wenigenSeniorenheime, das es seinen Bewohnernermöglicht, ihre Haustiereohne Zusatzkosten zu behalten. DasAngebot gilt auch für Hunde. „Wirhaben ein Konzept entwickelt, dassdie gute Pflege der Tiere garantiert“,sagt Heimleiterin Claudia Jürgens.„Ich bin sicher, dass die Freundschaftzu einem Hund oft besserwirkt als jedes Medikament.“ Allerdings:Bis jetzt kam es noch niedazu, dass ein neuer Bewohnerwirklich seinen Hund mitgebrachthätte. Die ehemaligen Hundebesitzerhatten sich schon vor dem Umzugins Heim von ihrem Tier verabschiedet.

Geschichte des Hauses: Ursprünglichgab es am Heringerlohein Privathaus mit acht Plätzen fürSenioren. Das Haus wurde im Laufeder Zeit erweitert und wechseltemehrmals den Besitzer. 2003hat die Azurit-Gruppe das Geländeübernommen und neu gebaut.

Pflegesätze: Der Höchstsatz beimEigenanteil der Pflegesätze liegtzurzeit monatlich bei 1699 Euro,einschließlich Unterkunft, Verpflegungund allgemeinen Pflegeleistungen.Die Pflegesätze könnensich je nach neuen gesetzlichenVorgaben ändern. Über Details, dieje nach Fall variieren, informiertgerne Heimleiterin Claudia Jürgens.Weitere Informationen findet manauf der Homepage des Seniorenheimes.

Die Heime im Internet

Sie wollen sich selbst ein Bildvon den vorgestellten Senioren undPflegeheimen machen?Unter den folgenden Linksfinden Sie weitereInformationen:

www.medicare-gourmet.de/schaeferhof-seniorenresidenzauetal.htm

www.azurit-gruppe.de/einrichtungen/berghof.html