Ölheizung ade!

Das Klimapaket soll u. a. alte Heizungen durch klimafreundlichere Alternativen ersetzen. Der Tausch wird gefördert, auch von den Stadtwerken Rinteln.

Etwa 5,8 Millionen Ölheizungen gibt es in deutschen Kellern, viele davon sind veraltet. Das Ende 2019 beschlossene Klimapaket des Bundes hat Folgen für ihre Besitzer: Sie können neue Ölheizungen in einigen Jahren nur noch mit Auflagen einbauen. Zudem verteuert sich das Heizen mit Öl. Die gute Nachricht: Wer auf klimafreundlichere Heizsysteme umsteigt, bekommt üppige Zuschüsse. Die wichtigsten Fakten für Heizungsbesitzer im Überblick.

Müssen Besitzer alter Ölheizungen diese nun bald austauschen?

Es gibt keinen Zwang, jetzt eine Ölheizung auszutauschen oder zu sanieren. Es sei denn, sie wurde bereits vor dem 1. Januar 1991 eingebaut. Dann muss eine neue Heizung her. Aber das gilt für alle Heizungen dieses Alters, egal, welchen Brennstoff sie nutzen. Das ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt und hat mit dem Klimapaket nichts zu tun. Diese Regelung kennt zugleich zwei Ausnahmen: Hausbesitzer, die ihr Eigenheim vor dem 1. Februar 2002 bezogen haben, müssen eine alte Heizung nicht austauschen, wenn das Haus nicht mehr als zwei Wohneinheiten hat. Und bei einem Eigentümerwechsel eines Hauses mit einem veralteten Heizkessel haben die Erben oder Käufer eine zwei-jährige Schonfrist für die Heizungsmodernisierung.

Wann kommt das endgültige „Aus“ für Ölheizungen?

Das „Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude“ (GEG) verbietet den Einbau neuer Ölheizungen ab dem 1. Januar 2026. Auch hier gibt es Ausnahmen:

  • Sogenannte „Hybridlösungen“ bleiben auch danach erlaubt: Sie kombinieren ein hocheffizientes Ölbrennwertgerät mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie.
  • Wenn keine Gas- oder Fernwärmeleitung in der Nähe liegt, kann auf Antrag eine Ausnahme wegen „unbilliger Härte“ genehmigt werden.

Bis 2026 könnten Hauseigentümer zwar noch neue Ölheizungen einbauen. Ob das allerdings sinnvoll ist angesichts der Zuschüsse für umweltfreundlichere Alternativen, muss jeder selbst entscheiden.

Welche Zuschüsse gibt’s für den Austausch des Ölkessels?

Seit dem 1. Januar 2020 kann für eine alte Ölheizung eine Austauschprämie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Wie hoch der Investitionszuschuss ausfällt, hängt davon ab, was an die Stelle der alten Ölheizung treten soll:

  • Bei einem klimafreundlichen System auf Basis erneuerbarer Energien, wie etwa einer Wärmepumpe oder einer Biomasseanlage, gibt es eine Prämie in Höhe von 45 Prozent der Investitionssumme.
  • Für den Einbau einer Erdgas-Hybridheizung mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent erneuerbarer Energie wie Solarthermie beträgt der Zuschuss 40 Prozent der Investitionssumme.

Stadtwerke-Zuschuss sichern!

Zusätzlich zur staatlichen Unterstützung gewähren die Stadtwerke Rinteln bei einem Wechsel von Öl auf Erdgas einen Zuschuss für Brennwertheizungen in Höhe von 500 Euro! Und wenn Sie Ihre neue Heizungsanlage mit Solarthermie koppeln wollen, gibt es weitere 250 Euro. Alle Infos – auch zu weiteren Fördermitteln – und den Antrag gibt es hier.

Preisgarantie für Erdgas

Bei der Versorgung mit Erdgas bieten die Stadtwerke Rinteln Ihnen zwei zusätzliche Vorteile: günstige Kilowattstunden und Preisgarantie mit dem ErdgasFix24-Tarif. Die Stadtwerke Rinteln halten den Preis für Ihre Erdgaslieferung ein Jahr lang stabil– garantiert! Ausgenommen sind allerdings Steuererhöhungen sowie zukünftige staatliche Abgaben und Umlagen. Wenn die Weltmarktpreise für Energie steigen – unser Risiko. Und Sie sparen gegenüber der Grundversorgung 0,45 Cent je Kilowattstunde. Und das volle 12 Monate lang. Und das Beste daran: Sollte es während der Vertragslaufzeit zu einer Preissenkung kommen, profitieren auch Sie davon.

Preisfaktor CO2-Steuer

Bund und Länder haben sich im Rahmen des Klimapakets auf einen CO2-Preis geeinigt. Der CO2-Preis soll Haushalte und Unternehmen animieren, Energie zu sparen und auf klimaschonende Technologien umzusteigen. Der Preis startet bei 25 Euro je Tonne CO2 und steigt bis 2025 schrittweise auf 55 Euro. Die Abgabe betrifft Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Kohle, Benzin oder Diesel.

Wie wirkt sich der CO2-Preis auf die Heizkosten aus?

Das hängt von der Art der Heizung und der Höhe des Heizenergieverbrauchs ab. Für Bewohner von ölbeheizten Häusern wird das Heizen noch teurer als für Haushalte oder Gewerbebetriebe, die Erdgas verwenden: So müssen etwa Ölheizungsbesitzer in 2021 bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden (das entspricht 2.000 Litern Heizöl) mit rund 160 Euro Mehrkosten rechnen, für Erdgas kommen bei gleichen Verbrauch rund 110 Euro zusammen. Diese Abgaben steigen in den kommenden Jahren. Für Ölheizungsbesitzer summiert sich die Differenz bei der CO2-Steuer im Vergleich zu Erdgas bis einschließlich 2025 auf stolze 380 Euro!

Jetzt umsteigen!

Sie möchten Ihren alten, unrentablen Ölkessel loswerden? Dann machen Sie es wie rund 160 Neukunden in den vergangenen zwei Jahren und steigen um auf umweltschonendes Erdgas! Unser Kundenservice berät Sie gern.
Telefon: 05751 700-0
E-Mail: info@stadtwerke-rinteln.de