Erfolgreich in der Nische

Die LTL Maschinenbau GmbH ist ein kompetenter Partner im Bereich Maschinenbau, Sondermaschinenbau
und Automatisierung.

Frank Döllner
prüft die Maßhaltigkeit
eines
Bauteils.

Frank Döllner hat ein Start-up gewagt, als es diesen Begriff für eine Existenzgründung, die Umsetzung neuer Konzepte und Ideen, so noch nicht einmal gab. Das war vor 23 Jahren, nach Döllners Bundeswehrzeit und seinem Studium. Döllner hatte seinen Diplom-Ingenieur und einen Jahresvertrag für die Arbeit in einem Labor in der Tasche. Da habe ihm sein Professor Dipl. Ing. Kurt Klose vorgeschlagen: Wir gründen gemeinsam ein Unternehmen. Die Idee: den
neuesten Stand der Technik für wirtschaftliche Produktionsanlagen für die Industrie umzusetzen. Motto: Know-how und Forschung für die beste Lösung.

Das Unternehmen gibt es heute noch, der Professor ist ausgeschieden, und Döllner hat mit Diplom-Ingenieur Jürgen Jentsch einen neuen Partner in der Geschäftsführung und Mitgesellschafter gefunden. Mit ihrem Unternehmen haben Döllner und Jentsch, vereinfacht ausgedrückt, eine Marktnische im Maschinenbau entdeckt.

Sondermaschinen nach Maß

Döllner, Jentsch und ihre Mitarbeiter entwickeln und fertigen Sondermaschinen, die es so noch nicht auf dem Markt gibt. Die meisten dieser Maschinen werden speziell für eine bestimmte Anwendung entwickelt, beispielsweise Montageautomaten, manche für ein einziges Produkt, andere für große Stückzahlen. Maschinen, die mit anderen Maschinen an großen Montagestraßen zusammenarbeiten. Zu LTL-Kunden gehören unter anderem Hersteller sogenannter „Weißer Ware“, wie man landläufig Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Trockner und Spülmaschinen nennt. Dazu kommen die Automobilbranche, die Medizintechnik und andere Maschinenbauer.

Ein kleiner
Ausschnitt des
Werkzeugparks

Die Herausforderung für die Konstrukteure, Ingenieure und Techniker bei dem Rintelner Unternehmen ist ganz speziell, nämlich für jede Maschine neue Lösungen zu finden. „Das bedeutet, man fängt bei jedem Auftrag von vorne an und macht so gut wie alles selbst“, scherzt Döllner. Von den E-Plänen über die Steuerungstechnik bis zum Bau der fertigen Maschine. Und diese Maschinen sind, logisch, weil Einzelanfertigungen, dann auch Handarbeit. Motto: Eine Idee ist nur so gut wie ihre Umsetzung.

Döllner zeigt bei einem Rundgang durch die Montage- und Fertigungshallen einige Beispiele. So haben er und seine Mitarbeiter eine Montageanlage für einen Handschuhkasten entwickelt, wie er in Autos verbaut wird, für die Medizintechnik eine Montageanlage, um Einwegspritzen zusammenzusetzen, für einen Haushaltsgerätehersteller eine Montageanlage, die ein Sieb oder eine Dichtung ganz präzise positioniert. Siebe und Dichtungen sind fragile Gebilde, die Roboterfinger müssen da entsprechend feinfühlig zugreifen. Sensoren prüfen am Ende, ob Sieb oder Dichtung richtig sitzen. Und bei LTL gilt: Full Service für ein langes Maschinenleben.

Mehr als nur Stapler

Ein „Hit“ des Unternehmens sind Stapelvorrichtungen für Kisten und Magazine in verschiedener Ausstattung und Größe, sogenannte „Traystapler“ und „Magazinierer“ für empfindliche Teile wie beispielsweise für den Öffnungsmechanismus einer Autotür. Diese Teile liegen in Magazinierern so passgenau sortiert, dass ein Roboter an der Fertigungsstraße sofort zugreifen kann. Auf Wunsch des Kunden können die Stapelvorrichtungen auch so gebaut werden, dass man mit ihnen sortierte Teile auch von A nach B transportieren könnte.
Diese Montagehilfen, die in ganz verschiedenen Branchen eingesetzt werden können, kamen so gut an, dass sie inzwischen in Serie gebaut werden. Kunden können sich ihr passendes Modell einfach aus einem Katalog aussuchen.

Eigenentwicklung und Auftragsfertigung

Frank
Döllner (r.) und
Christian Kramer
(Stadtwerke Rinteln)
mit LTL-Mitarbeitern

LTL-Produkte gehen nach ganz Europa, doch vor allem bedient das Unternehmen die Re-
gion und den norddeutschen Raum. Neben den Eigenentwicklungen bietet LTL die Anfertigung von Einzelteilen in Lohnfertigung auch für andere Unternehmen an, um die CNC-gesteuerten Maschinen auszulasten, wenn andere Aufträge gerade in Planung sind.

LTL heißt übrigens Logistik Transfer Lippe, einfach deshalb, weil das Unternehmen in Lemgo angefangen hat. Dort wurden rund 700 Maschinen gebaut. Nach 20 Jahren waren die Hallen zu klein und eine Vergrößerung des Unternehmens am dortigen Standort nicht möglich. So entschlossen sich Döllner und Jentsch zu einem Neubau in Rinteln. Im Mai 2013 sind Döllner, Jentsch und die 20 Mitarbeiter in die Stükenstraße umgezogen.
„Für Rinteln“, erklärt Döllner, „hat die verkehrsgünstige Lage zur Autobahn gesprochen.“

Erfreut habe ihn auch die zügige Abwicklung der Formalitäten im Rathaus. An der Stükenstraße 23 ist auf dem 5000 Quadratmeter gro-ßen Grundstück eine 900 Quadratmeter große Produktionshalle entstanden, dazu ein zweigeschossiges Bürogebäude. Die ganze Anlage ist auf Wachstum angelegt. Die moderne Fassade in Hellsilber fällt sofort auf. Und dass die neue Produktionsstätte in Sachen Logistik und Energieeffizienz auf dem neuesten Stand ist, versteht sich dabei von selbst.


LTL Maschinenbau GmbH

Hauptsitz Rinteln

Stükenstraße 23

31737 Rinteln

Telefon 05751 924773-0

Fax 05751 924773-17

Mehr Informationen zum Unternehmen
finden Sie im Internet unter
www.ltl-maschinenbau.de