Engagement für den Vogelschutz

In Kooperation mit dem NABU bauten Auszubildende der Stadtwerke Rinteln Nisthilfen für heimische Singvögel.

Ganz ungewöhnliche Geräusche waren aus der Werkstatt der Stadtwerke Rinteln im Bahnhofsweg zu hören: Da wurde Holz verschraubt und gebohrt, gehämmert und genagelt – und dies einzig und allein im Zeichen des Vogelschutzes. Insgesamt sechs Auszubildende der Stadtwerke aus dem technischen und kaufmännischen Bereich waren der Einladung des NABU Rinteln gefolgt, um Nisthilfen für heimische Sing-vögel zu schaffen.

Heimische Vogellehre

Ein Vortrag der Rintelner NABU-Ehrenamtlichen Britta Raabe über die heimischen Singvogelarten und die Möglichkeiten der Vogelbestimmung stimmte die Azubis auf ihre Aufgabe ein. „Die Bedeutung eines naturnah gestalteten Gartens sowie der Insektenreichtum der Umgebung möglicher Brutstätten sind nicht zu unterschätzen“, unterstrich Britta Raabe, da insbesondere die Jungen mit Insekten gefüttert werden müssen. Der voranschreitende Insektenschwund führt dazu, dass es auch die eigentlich häufig vorkommenden Singvögel wie Blaumeise & Co. immer schwerer haben. „Umso wichtiger ist es, dass man weiß, wie man den gefiederten Freunden im Garten gezielt helfen kann“, so Britta Raabe weiter. Hierzu verwies sie auch auf die Wichtigkeit von Nisthilfen und den richtigen Anbringungsort derselben.
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Zum Brutbeginn fertig

Getreu dem Motto „Vom Wissen zum Handeln“ machen sich die Auszubildenden im Anschluss daran, insgesamt 20 Nisthilfen für Blau- und Kohlmeisen anzufertigen. Der Großteil davon wird zur nistökologischen Aufwertung der Außenanlagen der Stadtwerke Rinteln sowie des Betriebshofs führen: Pünktlich vor Brutbeginn werden die Nisthilfen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke aufgehängt. Als kleines Dankeschön durften die Auszubildenden jeweils einen Nistkasten mit nach Hause nehmen.

Patenschaft für Nistkästen

Nistkästen aufzustellen ist ein wichtiger Bestandteil von aktiver Naturschutzarbeit vor Ort. „Es freut uns, dass die Stadtwerke Rinteln sich für den Vogelschutz engagieren, und das nachhaltig“, zeigt sich Britta Raabe begeistert. Gut zu beobachten war laut der Expertin, dass die Auszubildenden während der Aktion mehr und mehr Interesse zeigten, was schließlich in der Idee mündete, dies in eine Patenschaft für die Nisthilfen zu überführen: Die Auszubildenden sollen sich um die Kontrolle und Reparatur der Nisthilfen kümmern und später als ausgelernte Auszubildende ihre Patenschaften an ihre Nachfolger übergeben. „So ist es auch möglich, dass eine Kontinuität im Engagement für den Vogelschutz bei den Stadtwerken Rinteln entsteht und das Projekt weitergetragen wird“, freut sich Britta Raabe.