Das Zentrum der Zahlen

Von der Kundenabrechnung bis zum Jahresabschluss: Die Abteilung Betriebswirtschaft ist das kaufmännische Herz der Stadtwerke Rinteln.

Genau hinschauen, präzise rechnen: Dieser Aufgabe widmen sich die 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und neun Auszubildende der Abteilung Betriebswirtschaft bei den Stadtwerken Rinteln mit großer Sorgfalt. Aus gutem Grund. Schließlich braucht es korrekte Zahlen und Daten, damit ein Unternehmen solide wirtschaften und für seine Kundinnen und Kunden ein verlässlicher Partner sein kann.
Um die Kundenabrechnungen für Energie oder Wasser kümmert sich der sogenannte „Shared Service“ der Abteilung. Shared Service – der Name bezieht sich darauf, dass das Team für die Stadtwerke-Kundinnen und -Kunden zwei eigentlich getrennte Bereiche abrechnet: die Kosten für den individuellen Energieverbrauch und die für die Netznutzung. Die Netzentgelte sind ein fester Bestandteil des jeweiligen Energiepreises.
Damit die Stadtwerke den Verbrauch erfassen können, müssen beim Kunden zu Hause Zähler eingebaut und diese in der elektronischen Datenerfassung zugeordnet sein. „Erst dann können wir Energie oder Wasser liefern“, erklärt der Kaufmännische Leiter, Stadtwerke-Prokurist Horst Söffker. Auch wer mit seiner Photovoltaik-Anlage Strom erzeugen und einen Teil davon ins Netz einspeisen will, braucht dafür einen Zähler. Daher muss jede Einspeiseanlage bei den Stadtwerken angemeldet werden.

Mit Umsicht und Kompetenz

Zuständig für die Zuordnung der „Zählstellen“ ist die Fachabteilung Kaufmännisches Zählerwesen. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben auch im Blick, wann ein Zähler nach den gesetzlichen Vorschriften gewechselt werden muss. Für die neuen elektronischen Zähler, die sogenannten modernen Messeinrichtungen (MME), gelten strenge Sicherheitsvorschriften mit Blick auf den Datenschutz.
Eine Menge Daten laufen in der Finanzbuchhaltung bei Andrea Stephan zusammen. Über ihren Tisch gehen Zahlungseingänge, Abrechnungen mit externen Firmen, interne Aufträge, Kosten für den Einkauf und weitere Geschäftsvorfälle. Die richtige Zuordnung in der Buchhaltung sei entscheidend, so Horst Söffker: „Nur dann ist es möglich, dass wir alle steuer­lichen und energiewirtschaftlichen Vorgaben einhalten können.“
Zur Abteilung gehören außerdem die Disposition, die dafür sorgt, dass bei den Stadtwerken vom Kabelbinder über die Sicherheitsweste bis zum Telefon alles zur Verfügung steht, was benötigt wird, sowie der
IT-Service, der sämtliche Computer, Laptops und Remoteverbindungen bei den Stadtwerken betreut.
Unter dem Dach der Abteilung sind zudem zentrale Betriebsbereiche wie das Bilanzkreismanagement, das Regulierungsmanagement und das zentrale Controlling zu finden.

Andrea Stephan arbeitet in der Finanzbuchhaltung.

Markus Maier (links) und Sven Möller kümmern sich um alles Kaufmännische rund um die Zähler.

Der Blick aufs große Ganze: unverzichtbar

Schließlich geht es auch um das große Ganze: die wirtschaftliche Lage des Unternehmensverbundes, mit der Gemeinnützigen Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft (GVS), den Bäderbetrieben sowie den städtischen Abwasserbetrieben, für die die Stadtwerke die Betriebsführung übernehmen.
Für alle Unternehmen erstellt Horst Söffker mit seinem Team die Jahresabschlüsse und Wirtschaftspläne. Zudem kümmert er sich um Aufgaben rund um die Firmen, an denen die Stadtwerke Rinteln Anteile halten: um das Beteiligungsmanagement.
Eine vielfältige Palette von Aufgaben, die allesamt für die Stadtwerke unverzichtbar sind, sagt Horst Söffker: „Das macht es für uns in der Abteilung gerade so spannend!“