Alles im Fluss

Mit großer Sorgfalt stellen acht Stadtwerke-Mitarbeiter der Gas-Wasser-Abteilung die Versorgungssicherheit sicher.

Mit Sorgfalt und Verantwortungsgefühl stellen die Stadtwerke-Mitarbeiter der Gas-Wasser-Abteilung sicher, dass die Rintelner Trinkwasser in bester Qualität direkt ins Haus erhalten – und Erdgas für behagliche Wärme.

Klares, kühles Nass, das jederzeit aus dem Wasserhahn fließt und uns zur Verfügung steht, ob als kühles Erfrischungsgetränk, zum Hände­waschen, Kaffee kochen oder Kartoffeln garen: Was im Alltag so selbstverständlich ist, dass wir nicht darüber nachdenken, dafür arbeiten die Mitarbeiter in der Gas-Wasser-Abteilung der Stadtwerke jeden Tag. Gas-Wasser-Meister Björn Requardt gehört dazu. Er kennt den Weg des Wassers aus der Tiefe bis in die Häuser: „Wir gewinnen es als Roh­wasser aus drei Brunnen am Heinekamp, aus einem in Goldbeck und aus zwei Quellen in Deckbergen und Hohenrode.“

Von Natur aus trinkbar

Schon das frisch geförderte Wasser könnte man bedenkenlos trinken. Dennoch wird es an den Wassergewinnungsstellen aufbereitet und vorsorglich mittels UV-Strahlung desinfiziert, bevor es in einen der zwölf Hochbehälter fließt. Von den Speichern aus fließt das Wasser durch ein Trinkwassernetz von 260 Kilometer Länge in rund 8.000 Gebäude. 2020 haben allein die Rintelner 1.900 Millionen Liter Trinkwasser verbraucht. Dabei kosten 1.000 Liter Trinkwasser gerade mal 1,74 Euro.

Wasserproben fürs Gesundheitsamt

Regelmäßig werden Wasserproben im Trinkwassernetz genommen. Ein Labor führt dann die Analyse durch. „Genau nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes, das anschließend die Wasseranalysen macht“, erklärt Björn Requardt. Die strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung müssen zwingend eingehalten werden. Entscheidend für gesundheitlich unbedenk­liches Trinkwasser ist aber auch ein intaktes Leitungsnetz. Die Leitstelle überwacht deshalb das Leitungs­­system und die Behälter rund um die Uhr, damit es gar nicht erst zu Versorgungsengpässen kommen kann. Für den sicheren Betrieb des Leitungsnetzes werden regelmäßig Instandhaltungsarbeiten vorgenommen. Rohrbrüche kämen dennoch hin und wieder vor, oft durch Materialermüdung oder durch Veränderungen im Erdreich, erklärt Gas-Wasser-Meister Björn Requardt. Dann stehe ein Bereitschaftsdienst jederzeit bereit: „In der Regel lassen sich die Schäden schnell beheben.“

Joachim Warnecke vom „Team Erdgas“

Kompetenz für Trinkwasser: Geschäftsführer Ulrich Karl (im Bild links) und Björn Requardt (rechts) an der Messstation am Brunnen Heinekamp.

Gas-Wasser-Meister Björn Requardt

Die Messstation am Brunnen Heinekamp

Erdgas: Sicher durch das Netz

Die Abteilung ist auch für die Gasversorgung der Kundinnen und Kunden verantwortlich. „Das Erdgas übernehmen wir an zwei Übergabesta-tionen von der Firma Open Grid Europe“, sagt Gas-Wasser-Meister Joachim Warnecke. Dort werde dem geruchsfreien Gas der typische Gasgeruch beigemischt. „Ohne den Geruch würde eine eventuelle Undichtigkeit nicht auffallen“, erläutert Joachim Warnecke. Anschließend wird der Eingangsdruck von etwa 20 bar auf 0,5 bar reduziert, damit das Erdgas im Stadtwerkenetz sicher an 4.800 Hausanschlüsse und 5.300 Kundinnen und Kunden verteilt werden kann.
Die 133 Kilometer langen Gasleitungen werden regelmäßig überprüft, je nach Leitungs­abschnitt alle zwei bis sechs Jahre. Auch über dieses sensible Netz wacht die Leitstelle, die übrigens aus Sicherheitsgründen nicht mit dem Internet verbunden ist. Jede Unregelmäßigkeit löst einen Alarm auf dem Handy oder Pieper der Gas-Wasser-Meister aus. Spätestens nach 30 Minuten ist der Bereitschaftsdienst im Einsatzfall vor Ort – 24 Stunden täglich, an 365 Tagen im Jahr.


Weitere Informationen zu unseren Produkten Gas und Wasser finden Sie unter: www.stadtwerke-rinteln.de