Viel Platz im neuen "Nest"

Im Sommer bezieht die Kita Klabauternest einen modernen Neubau im Bahnhofsweg – direkt neben dem Kundenzentrum der Stadtwerke.

Wenn im Kundenzentrum die Fenster offen stehen, wird dort vom Sommer an oft eine Vielzahl heller Kinderstimmen zu hören sein. Direkt nebenan, auf dem ehemaligen Kleingartengelände zwischen Bahnhofsweg und Karlstraße, wächst der Neubau für die Kindertagesstätte Klabauternest heran, die bisher in der Grundschule Nord in der Breiten Straße untergebracht ist. Im Oktober durften fünf Klabauter-„Küken“ bei der Grundsteinlegung selbst mit Hand anlegen an ihr neues Domizil: Sie versenkten einen kupfernen Zylinder im Grundstein, mit einem selbst gemalten Bild, einer Schaumburger Zeitung, Stiften und Steinen darin.

Mehr Betreuungsplätze

Mit dem Neubau wird das Klabauternest von zwei auf fünf Gruppen erweitert. Damit schafft die Stadt Rinteln weitere Betreuungsplätze, die dringend gebraucht werden. Jetzt geht es Stück für Stück mit dem Ausbau voran. Außer im vergrößerten „Klabauternest“ entstehen auch in der neuen Kita am umgebauten Dorfgemeinschaftshaus im Ortsteil Schaumburg neue Plätze.
Durch den Umzug des „Klabauternests“ entspannt sich zudem die Raumnot der Grundschule Nord, in der es nachmittags während der Ganztagsbetreuung eng wird. In Zukunft kann die integrative Grundschule die frei werdenden Räume für den Schulbetrieb nutzen und ihr pädagogisches Konzept weiterentwickeln.

Bauherr der neuen Kita Klabauternest ist die Gemeinnützige Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft mbH (GVS), ein zu 80 Prozent kommunales Unternehmen. Bei den Bauarbeiten hat sich Jürgen Peterson für Partner aus der Region entschieden.

Gute Aussichten

Bauherr der neuen Kita Klabauternest ist die Gemeinnützige Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft mbH (GVS), ein zu 80 Prozent kommunales Unternehmen, von dem die Stadt das Gebäude für mindestens 20 Jahre mieten wird. Die Planung und Bauleitung liegt in der Hand von GVS-Mitarbeiter Dirk Schiller und seinem Team. Bei der Grundsteinlegung betonte Bürgermeister Thomas Priemer, wie wichtig neue, zeitgemäße Gebäude besonders in der Betreuung der Kleinsten seien. Der Neubau sei in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie den Erzieherinnen und Pädagogen entwickelt worden.
Das eingeschossige Gebäude wird dem Kita-Team gute räumliche Bedingungen für eine umfangreiche Frühförderung bieten: einen 60 Quadratmeter großen Bewegungsraum, zwei Therapieräume sowie fünf Gruppenräume, jeder davon mit einem eigenen, angegliederten Ruhe- und Mehrzweckraum. Eine große Mensa entsteht ebenfalls. Spielen und Toben an der frischen Luft können die Kinder bald in den beiden Außenbereichen – einem kleineren zur Karlstraße hin und dem mit 1.000 Quadratmetern größeren am Bahnhofsweg.
Das „Klabauternest“ gibt es bereits seit 1992. Gegründet wurde es als Hort, die erste Kindergartengruppe wurde Anfang der 2000er-Jahre eingerichtet.

Auch energetisch fortschrittlich

Seit November ist der Rohbau fertig, im gleichen Monat begannen die Zimmerleute mit der Errichtung des Dachstuhls. Ausgestattet werde das Gebäude mit umweltfreundlicher Energietechnik, berichtet GVS-Geschäftsführer Jürgen Peterson, der bis zum vergangenen Jahr auch die Geschäfte der Stadtwerke führte. Auf dem Dach werden Photovoltaikanlagen Strom aus Sonnenenergie erzeugen, für Wärme und Kühlung sorgt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, mit der thermische Energie aus 150 Meter Tiefe gewonnen wird. Bei den Bauarbeiten hat sich Jürgen Peterson für Partner aus der Region entschieden, darunter das Bauunternehmen Rosemeier aus Kleinenbremen, Wolter Holzbau aus Hessisch Oldendorf, S&H-Bedachungen, Tischlerei Albrecht, Elektro-Eckel und Wieggrebe Heizung und Sanitär aus Rinteln, sowie das Bohrunternehmen Klenke aus Petershagen.